Donnerstag, 7. November 2013

Maschinenseele - neues Sci-Fi-Abenteuer von Janco Weiland




Was ist aus Arkansas Johnston geworden? Seinen Ruf als Tracer der Spitzenklasse – eine Art Kopfgeldjäger – „konnte ich in die Tonne treten“. Von der Jagd auf den Terroristen Asharow wurde er abgezogen und spürt nun entlaufene Haustiere auf. „‚Miauuuuuh …’ Es klang wie ein Lachen. Jetzt machte sich das Biest auch noch über mich lustig.“
Ark mag noch so schlecht gelaunt sein, Sci-fi-Fans dürfen sich auf den zweiten Teil der Cydonia-Reihe, ähnlich spannend und crazy wie der erste, freuen, und der schroffe Cliff-Hanger am Ende ist halb so schlimm, denn auch der dritte Teil ist schon erschienen. LeserInnen, die den ersten Teil, Sturmtrupp Blau, noch nicht kennen, werden ersucht, sich diesen für lumpige 99 Cent zu besorgen und zu Gemüte zu führen, ehe sie hier weiterlesen.
Zum Inhalt
Nach dem Tod eines MSS-Agenten durch einen Bombenanschlag Asharows  erhält Ark von seinem Boss beim MSS, dem Marsian Security Service, die Erlaubnis, wieder der Fährte des Terroristen zu folgen. Die einzige Spur führt über eine im Koma liegende Weggefährtin Asharows, und ein Besuch bei ihr im Krankenhaus offenbart, an welchen neuen Möglichkeiten zur Konservierung des menschlichen Bewusstseins die Forscher arbeiten. Für derlei Manipulationen am Menschen interessiert sich natürlich auch Asharow, der für Terra spioniert, einen arg ramponierten Planeten, dessen Bewohner vom technischen Know-how der Marsianer nur träumen können. So beginnt erneut das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ark und seinem Widersacher, in das sich zu allem Überfluss auch noch der militärische Nachrichtendienst des Mars, die Marsian Defense Agency (MDA) einschaltet, „die Königin des Leugnens und Verschleierns“. Mit von der Partie sind erfreulicherweise wieder Tijuana Sanchez, Arks Kampfgefährtin aus den Ressourcenkriegen, die Terra den Rest gegeben haben. Und natürlich Sydney, die coole Agentin und Arks Leibwächterin.

Mein Eindruck
Arkansas Johnston, eine Art Westernheld mit schlichtem Gemüt, hat in diesem zweiten Band nicht nur mit den Tücken einer hochtechnisierten Zukunft zu kämpfen, sondern auch mit dem Widerstreit von Verstand und Gefühl. Denn Sydney, die „kleine Schraube“, verdreht ihm gehörig den Kopf. Arks respektlose Kommentare zu der schrägen Welt, in der er lebt, machen den eigentlichen Lesespaß aus. Dass die Handlung immer wieder Überraschungen bereithält, schadet auch nicht. Und der seltsame Gegensatz zwischen den Wunderwerken, die Menschen technisch vollbringen, und den Schäden, die sie mit derselben Technik anrichten, hat Gegenwartsbezug. 100 Prozent lesenswert.


Janco Weiland, Maschinenseele (Cydonia 2174), 296 Seiten, 1,02 Euro   
http://tinyurl.com/ofx8r2o

http://andereweltenlesen.jimdo.com/

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